Seniorengemeinden

Deutschland befindet sich im demographischen Wandel – das bedeutet: Deutschland wird älter. Dank gesünderer Lebenseinstellung und hervorragender medizinischer Versorgung steigt die Lebenserwartung und zugleich die Anzahl der rüstigen Rentner. Nicht immer sind aber die Lebensumstände für Senioren in der Heimat optimal.

Ein interessantes Senioren-Angebot stellt derzeit die Niederbayrische Gemeinde Bad Füssing im Bäderdreieck zusammen. Der Kurort schwächelt derzeit an der stetig abnehmen Anzahl von Kurgästen, jedoch soll der Kurort laut Prognosen im Jahr 2030 die älteste Gemeinde Deutschlands sein. Es steht also zu vermuten, dass der Kurort sich vom Kurort zu einer Seniorengemeinde entwickleln wird – was sich für den Ort Bad Füssind durchaus auch als Wirtschaftsstandort mit veränderten Parametern positiv bemerkbar machen wird.

So wird der Pflegebedarf in der Region Passauer Landkreis progonsitiziert steigen und möglicherweise auch Arbeitsplätze für das Osteuropäische Ausland bereithalten. Denn die Senioren werden zunehmend Unterstüztung im Alltag benötigen und dabei nicht in erster Linie auf eine nicht bezahlbare Ganztagsbetreuung durch Pflegedienstleister, oder Altenheime in Erwägung ziehen. Somit könnten beispielsweis Polnische Pflegekräfte zur sog. 24 Stunden-Pflege in Betracht gezogen werden. Die Pflegekräfte werden durch Vermittlungs-Agenturen wie beispielsweise des im Nachbarort Pocking angesiedelten Pflege-Institutes legal nach Deutschland entsendet und können bei der Haushaltsführung und einfachen Körperpfelge unterstützend tätig werden – zu einem bezahlbaren Preis.

In jedem Fall steht fest, dass sich nicht nur die Region um Bad-Füssing in den kommenden Jahren auf eine Erhöhung von unterstützenden pflegerischen Maßnahmen einstellen werden muss. Interessant dürfte aber sein, wie viele Gemeinden sich am Ende als interessanter Standort für (teil)selbsständige Senioren profilieren werden und damit einen neuen Wirtschaftszweig für die eigene Region installieren können.

NGF Waterlandse Senioren: Creative Commons by Jan de Boer