Gewinnspiele im Internet

Gewinnspiele gibt es schon lange und im Internet haben diese schnell an Bedeutung gewonnen. Viele Gewinnspielportale schreiben die neuesten Gewinnspiele aus und zu gewinnen gibt es häufig die begehrten Produkte aus dem Hause Apple.

Was die Veranstalter des Gewinnspiels beabsichtigen ist klar: Sie buhlen mit dem Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Ob für mehr Facebookfans, Likes oder Links tun die großen in der Branche viel. Dabei gilt es stets auch auf das Kleingedruckte zu achten. Kürzlich gab es ein Gewinnspiel bei dem es eines von 100.000 iPhones zu gewinnen gab. Natürlich Quatsch und bei einer Registrierung wäre auch noch gleich ein 24 Monatsvertrag zustande gekommen. Der wiederrum wäre sicherlich leicht kündbar, denn wir gehen mal nicht davon aus, dass das geltende Recht im Onlinevertrieb dabei eingehalten worden würde. Die sogenannte Shop-Button Lösung besagt nämlich, dass die Kosten transparent dargestellt werden müssen und der Kaufen-Button auch als solcher gekennzeichnet sein muss. Also wahlweise „kostenpflichtig bestellen“ oder eben „kaufen“. Wobei „kaufen“ ganz aktuell sogar schon wieder gefährlich wird, weil das AG Köln kürzlich den Button „kaufen“ für nicht ausreichend richtete. Aber das ist ein anderes, absurdes Thema… – Zurück zu den Gewinnspielen

Gewinnspiele sind also immer auch ein stückweit mit Vorsicht zu geniessen, denn in aller Regel haben die werbetreibenden Unternehmen nicht einfach so etwas zu verschenken. Es geht auch immer um eine Gegenleistung. Dies haben wir auch in anderen Bereichen bereits gesehen, wie etwa dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Hier gab es bis vor kurzem die sogenannte Xovilichterchallenge, bei der auch mal hinter die Kulissen der Challenge geschaut wurde: http://carsten-tauber.de/roi-fuer-seo/

Demnach können sich derartige SEO-Gewinnspiele auch sehr lukrativ auf die organische Suche bei Google auswirken. Ziel ist es demnach nämlich, ein bestimmtes Fantasiewort künstlich zu optimieren und dadurch in den Teilnehmerkreisen die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Produkt, oder eine Dienstleistung zu lenken. Am Ende wird auch der Veranstalter noch mit der Gewinnspielseite referenziert und dieser kann dann diese Verweise für eine bessere Sichtbarkeit bei den Suchmaschinen verwenden. Das ist zwar keineswegs sträflich, dennoch zeigt sich auch hier: Ein Gewinnspiel hat immer auch zwei Seiten… Eine gute und eine „schlechte“.

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